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Es gibt verschiedene Mittel Veränderungen in der Brust zu entdecken:

INSPEKTION (=Betrachten der Brust):

Wichtig ist sich selber im Spiegel zu betrachten. So können Dellen und Einziehungen an der Haut schon auf Tumore and der Brust hinweisen. Besonderes Augenmerk verdient in diesem Zusammenhang auch die Brustwarze. Eine seit kurzer Zeit eingezogene Brustwarze ist ebenso verdächtig wie blutiger oder bräunlicher Sekretabgang aus der Brust. Hier ist eine weiter Abklärung notwendig. Gar nicht selten kommt es zu fraglich entzündlichen, zum Teil samtigen oder krustigen Veränderungen an einer Brustwarze. Auch dahinter können sich ernste Erkrankungen verbergen und sollten weiter abgeklärt werden.
Auch hinter einer sogenannten "Mastits" (=Brustentzündung) bei älteren Frauen die nicht gerade stillen kann sich ein Brustkrebs verbergen. Deshalb gilt:
"Jede Brustentzündung, die trotz Therapie nach 14 Tagen nicht besser wird, muss durch die Entnahme einer Gewebeprobe abgeklärt werden!!"
 

 

PALPATION (=TASTUNTERSUCHUNG):

Diese Tastuntersuchung sollte jede Frau bei sich selber durchführen können. Um nicht "Zuviel zu entdecken" und dadurch komplett verunsichert zu werden, empfiehlt es sich im Anschluss an eine Brustuntersuchung durch den Arzt oder nach einer Mammographie mit der Selbstuntersuchung zu beginnen. So kann auf Grundlage der Sicherheit, dass momentan sicher keine Brusterkrankung vorliegt jede Brustkontur genau untersucht werden ohne Sie als verdächtig oder krankhaft werten zu müssen. Dies gibt Sicherheit nimmt die "Angst vor der Selbstuntersuchung" wie sie von manchen Frauen empfunden wird. Ist nach einer gewissen Zeit Routine in der Technik der Selbstuntersuchung eingekehrt so sollte nicht zu oft untersucht werden. Besser ist es dann einmal in zwei Monaten genau zu schauen und tasten, dann werden tatsächliche Veränderungen besser wahrgenommen.
Wie fühlt sich Brustkrebs an?
Meist spüren die Frauen eine nicht schmerzhafte Verdichtung oder einen harten, nicht verschieblichen Knoten (ähnlich wie ein kleiner Stein unter der Haut). Nahezu ausnahmslos gilt:
"Alles was weh tut an der Brust ist nichts Böses!!" Gefährlich sind nicht schmerzhafte Knoten!

 

MAMMOGRAPHIE

Der regelmäßige Gang zur Mammographie dient zur Vorsorge und soll die Zahl der an Brustkrebs verstorbenen Frauen schmälern. Einen Beweiß dafür gibt es  nur in der Altersgruppe zwischen dem 50-igsten und 70-igsten Lebensjahr. Bei dieser Altersgruppe werden ca. 1/3 der Brustkrebstodesfälle verhindert! Ob das der Untersuchungstechnik Mammographie oder alleinig der Regelmäßigkeit der Untersuchung zuzuschreiben ist bleibt allerdings noch in Diskussion. So konnte eine kanadische Studiengruppe zeigen, das bei jährlicher genauer Untersuchung durch den Arzt  verglichen mit jährlicher Mammographie die Zahl der an Brustkrebs verstorbenen Frauen sich in der Altersgruppe ab 50  nicht unterschied! Die Frauen wurden randomisiert (d.h. nach dem Zufallsprinzip entweder zur jährlichen Mammographie oder genauso pünktlichen jährlichen ärztlichen Untersuchung eingeteilt) und dann 17 Jahre beobachtet. Die Anzahl auf der in Kontrolle befindlichen Frauen betrug auf jeder Seite nahezu 20 000.
Die Ergebnisse dieser Untersuchung sind allerdings mit Vorsicht zu betrachten. Denn natürlich wurden auch die Frauen, welche nur vom Arzt kontrolliert wurden sofort zur Mammographie überwiesen sobald irgendwelche Besonderheiten auffielen. Außerdem mussten die Frauen, welche primär keine Mammographie erhielten genauso pünktlich und regelmäßig zur Vorsorge erscheinen wie die anderen Frauen, die zur Mammographie kamen.
Für Frauen unter 50 gibt es zwar Hinweise, dass Brustkrebs durch regelmäßige Mammographie früher entdeckt werden kann, einen Beweiß dafür,  dass die Anzahl der an Brustkrebs sterbenden Frauen  in dieser Altersgruppe dadurch geringer wird konnte bisher noch nicht geliefert werden.
Dennoch wird allgemein empfohlen:
Basismammographie mit 35 bis 40 Jahren.
Danach in relativ großen Abständen bis zum 50.igsten Lebensjahr. Ab 50 regelmäßig.

 

BIRADS-Kategorien

Die Ausdrucksweise und Sprache in gewissen Mammographiebefunden war oft auch für manchen Arzt alles andere als klar und deutlich. Die Folge waren Verunsicherung und Unklarheit bezüglich der notwendigen Vorgangsweise. Aus diesem Grunde wurde das BIRADSystem eingeführt (Breast Imaging Reporting And Data System). Durch diese Klassifikation ist das Krebsrisiko welches hinter einem Befund steckt und die weitere Vorgangsweise klar ersichtlich:
 

Kategorie Bewertung Beschreibung Empfehlung
0 nicht möglich MG nicht beurteilbar Weitere Bildgebung
1 negativ Normale MG Routinekontrollen
2 gutartiger Befund gutartige Veränderungen Routinekontrollen
3 wahrscheinlich gutartig vermutlich gutartige Veränderungen Kurzfristigere Kontrolle
4 suspekt, verdächtig möglicherweise bösartig Weitere Abklärung, Operation
5 hochgradig suspekt vermutlich bösartig Operation

 

Brustzyste

Ultraschallbild einer unkomplizieren Zyste in der Brust. Dies ist eine harmloser Befund und bedarf keiner weiteren Therapie.

Brustultraschall mit Farbdoppler

Das Bild zeigt einen verdächtigen Befund an der Brust. Die Blutversorgung des Tumors kann mit Farbe dargestellt werden.

Hier wird gezeigt wie mittels Enspritzen von Farblösung der sogenannte "Sentinel" entdeckt werden kann. "Sentinel" ist der "Wächter-lymphknoten" der als erstes von Metastasen bei Brustkrebs befallen wird.

Hier wird das Prinzip der Stanzbiopsie erklärt. Damit ist es möglich eine Gewebeprobe ohne eigentliche Operation aus dem Tumor zu gewinnen.

Hier wird bei einer Patientin unter Bildwandlerkontrolle eine gezielte Gewebeprobe entnommen.

Chronische Entzündung an der Brustwarze?

Hierbei handelt es sich nicht um eine chronisch entzündliche Veränderung, sondern um eine Sonderform des Brustkrebs, dem sogenannten "Morbus Paget".

Tumor an der rechten Brust

Dieser Tumor ist nicht nur gut zu tasten, sondern auch mit freiem Auge ungefähr 3 bis 4 cm oberhalb der Brustwarze erkennbar.

Akute Entzündung der Brust (=Mastitis)?

Hierbei handelte es nicht wirklich um eine Entzündung an der Brust sondern auch um Krebs. Das sogenannte "Inflammatorische Karzinom" schaut aus wie eine Brustentzündung, die allerdings auch durch hohe Gabe von Antibiotika nicht verheilt. Nur eine Gewebeprobe der Haut bringt die richtige Diagnose!